Der Gesundheitsbrief

von Dr. Dr. med. Thomas Beck

Aus der Praxis: Dunkelfeldmikroskopie

Was ist eigentlich „Dunkelfeldmikroskopie“?

Dunkelfeldmikroskopie ist ein Verfahren, bei dem man unter dem Mikroskop das lebendige Vollblut des Patienten untersucht. Dabei kann man sehen, wie vital das Blut ist und welche Störungen ggf. vorliegen.

Bei der Dunkelfelduntersuchung wird die Lichtquelle so angeordnet, daß das Licht von den Seiten auftrifft, der Kontrast wird enorm erhöht – ähnlich wie der Schattenwurf eines Steines im Licht des Autoscheinwerfers, deshalb „Dunkelfeld“. Dadurch wird es möglich, das Blut und seine Bestandteile (also Vollblut) ohne Färbung oder Fixierung in lebendigem Zustand zu betrachten. Über eine entsprechende Kamera können die Bilder auf dem Computerbildschirm wiedergegeben werden.

Die Vitalität zeigt sich unmittelbar und wird auch für den interessierten Laien erfahrbar. Nach dem Motto „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ sind viele sehr berührt, wenn sie zum ersten Mal ihr eigenes lebendiges Blut direkt betrachten können.

So ist das Dunkelfeld sehr gut geeignet, den Verlauf einer Behandlung direkt zu überprüfen – man kann die Verbesserung direkt und unmittelbar selber sehen.

Die Dunkelfeldbetrachtung geht zurück auf Prof. ENDERLEIN. Er war ein Zeitgenosse von Louis PASTEUR, der seinerseits die Position vertrat, daß Blut steril sei. Enderlein hingegen wies nach, daß es im Blut Bakterien und andere Lebensformen gab, womit das Blut nicht mehr steril war. Im folgenden Expertenstreit setzte sich Pasteur durch, sodaß heute in der Wissenschaft das Blut als steril gilt. Allerdings kann jeder mit dem Dunkelfeldmikroskop die Untersuchung von Enderlein gewissermaßen überprüfen und dabei stellen wir immer wieder fest, daß das Blut eben doch Bakterien und Vorformen aufweist und damit nicht steril ist.

Enderlein wies nach, daß Bakterien und Ihre Vorformen über viele hundertausend Jahre eine Symbiose mit dem menschlichen Blut eingegangen waren, was die menschliche Entwicklung erst ermöglichte. So sind nach Enderlein die Mitochondrien (“Zellkraftwerke“) eingewanderte vormals selbstständige Bakterien.

Wenn sich nun das innere Milieu verändert z.B. durch Übersäuerung wegen falscher Ernährung, dann gerät die Lebensgrundlage der Symbionten in Gefahr und sie geben allmählich ihre eingefügte – symbiontische – Lebensweise auf und entwickeln sich zu mehr Selbstständigkeit. Das wiederum gefährdet das Milieu immer stärker, bis es schliesslich zur völligen Entgleisung kommt – mit dem Tod des Organismus.

Diagnostisch geht es darum, welche Störungen und Veränderung im Dunkelfeld zu finden sind, diese werden mit eigenständigen Begriffen beschrieben. Die Therapie besteht im Wesentlichen in der Sanierung des Milieus – also nicht etwa mit Mitteln, die Bakterien zerstören (Antibiotika), sondern mit homöopathischen Zubereitungen von Vorstufen von Bakterien (z.B: Präparate der Firma SANUM). Dadurch normalisiert sich das Milieu allmählich wieder und die Symbionten können in Ihre Symbiose mit dem menschlichen Organismus zurück kehren.

Sehr gut geeignet ist die Dunkelfeld-betrachtung des lebendigen Vollblutes insbesondere bei chronischen Erkrankungen, aber auch als eindringliches Bild der eigenen inneren Vitalität fasziniert die Dunkelfeldmikroskopie.

2 Reaktionen zu “Aus der Praxis: Dunkelfeldmikroskopie”

  1. Barbara Haag

    hallo….meine frage,ob diese untersuchung geeignet ist, bei verd.auf neuroborreliose?
    Mit freundlichen Grüßen
    Barbara Haag

  2. beckdoc

    Kurze Antwort:

    Es kommt darauf an! Wenn der Untersucher damit (Dunkelfeldmikroskopie) wirklich gut umgehen kann und das richtig interpretieren kann, was er sieht, dann ist das eine sehr gute Methode‑ übrigens auch zur Verlaufsbeobachtung. Also, ob die Therapie anschlägt!
    Leider werden aber oft abenteuerliche Dinge im Dunkelfeld „gesehen“, die einer kritischen Überprüfung nicht stand halten und dann ist bei der Interpretation dieser „Ergebnisse“ größte Vorsicht angebracht.
    FAZIT: wenn ein Dunkelfeld‑ Untersucher eher zurückhaltend ist, dann ist das eher günstiger für ein zuverlässiges Untersuchungsergebnis und dann kann man sich wirklich danach richten, auch in der Therapie.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr Dr Beck

Einen Kommentar schreiben

• Copyright © 2012 • Der GesundheitsbriefWebmaster